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Nadia
06.21.11 04:22 pm
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1.01 Ende und Anfang by Nadia

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Story Bemerkung:
Once upon a time in a Galaxy far, far away... Anakin Skywalker hatte sich von Kanzler Palpatine auf die Dunkle Seite der Macht ziehen lassen, in dem Irrglauben so das Sterben seiner geliebten Frau Padmé zu verhindern. Jedoch hatte der fehlgeleitete junge Mann nicht bedacht, dass seine Vision vom tragischen Tod seiner Frau nur eine mögliche Zukunft darstellte. Eine Zukunft, die er durch seine tief verwurzelte Paranoia und seinen Hass um ein Haar selbst ausgelöst hätte.
Nach der Entbindung ihrer Zwillinge (Luke & Leia) hatte Padmé Amidala beinahe jeglichen Lebenswillen verloren. Jedoch konnte der Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi sie überzeugen, dass sie das wertvolle Geschenk des Lebens, das sie selbst nun auch ihren Kindern gewährt hatte, nicht leichthin aufgegeben werden sollte.
Und während Anakin Skywalker zu Darth Vader transformiert wurde bemerkte dieser nicht, dass nicht nur seine Frau noch lebte. Ebenso hatten einige wenige Jedi die große Säuberung überlebt, um von nun an im Untergrund gegen das neue Regime kämpften…
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1.01 Ende und Anfang


Sein sicherer Schritt führte ihn durch die Eingangshallen des Jedi Tempels, der ihm nur allzu vertraut war. Viele Jahre war dies der Ort gewesen, den er Zuhause genannt hatte. Dies würde sich von nun an ändern. Die Schritte der Sturmtruppen hinter ihm, einst Klonkrieger der Republik, hallten durch die Eingangshallen und glichen dem Rhythmus seines Herzens. Dieser erste Auftrag, den Darth Sidious ihm erteilt hatte, fiel ihm alles andere als leicht. Der Grund war jedoch einfach; er tat es aus Liebe.
Die ersten Jedi-Ritter erschienen, sahen ihn fragend und alarmiert zugleich an, und mit einer einfachen Handbewegung seinerseits, welche der Sturmtruppe galt, begann der Angriff. Die Jedi-Ritter waren auf eine derart direkte Attacke nicht vorbereitet. Ihr Widerstand war gering.

#

Die Erschütterung der Macht ließ den Jedi-Meister Soran inne halten. Er sah seinen Padawan an, deren kristallblaue Augen ihn alarmiert fixierten. „Etwas stimmt nicht“, sagte Soran und aktivierte sein Lichtschwert. „Du bleibst hier.“ Die Anweisung war klar, doch er spürte sofort, dass sein Padawan ihm widersprechen würde.

„Meister, lasst mich mitkommen.“ Ihre Stimme war fest. Sie wusste, dass ihr Arrest begründet war. Sie hätte sich nicht mit ihrem Mitschüler anlegen dürfen. Konkurrenzdenken war den Jedi untersagt und sie sah ein, dass sie diese Lektion noch zu lernen hatte. Dünne Strähnen ihres fast schwarzen Haares, das sie meist hochgesteckt trug, fielen ihr in die Stirn. Sie pustete diese lässig zurück und griff nach dem Lichtschwert an ihrem Gürtel.

„Nein, Scarlett“, sagte Soran bestimmt und legte seine Hand über ihre, ehe sie das Lichtschwert vom Gürtel nehmen konnte. „Ich bin gleich wieder zurück.“ Er war immer noch enttäuscht von ihrem Verhalten. Sie war inzwischen achtzehn Jahre alt und benahm sich doch immer wieder wie ein Jüngling. Aus diesem Grund wollte er sie auch diesmal nicht mitnehmen. Wenn sie sich wie ein Jüngling benahm, würde er sie auch wie einen behandeln.

Ehe Scarlett etwas erwidern konnte, öffnete sich die Tür zu ihrem Quartier und ihr Meister verschwand hinaus auf den Korridor. Für einen Moment schmollte sie, dann ließ sie sich auf das Bett nieder und verschränkte die Arme vor der Brust. Die Erschütterung der Macht verhieß nichts Gutes und ihr Meister schloss sie aus. Sie hatte ihre Lektion gelernt.

#

„Anakin, was…?“ Soran stoppte abrupt, als er Anakin Skywalker fand, der im Korridor vor einer verschlossenen Tür stand, die zu einem der Lehrräume für Jünglinge führte.

„Meister Soran, Euch hatte ich hier nicht erwartet“, erwiderte sein Gegenüber und kam langsam auf ihn zu, das Lichtschwer aktiviert, jedoch gen Boden gerichtet.

„Etwas stimmt nicht“, sagte Soran beunruhigt und blickte sich auf dem Korridor um. „Sicher hast du die Erschütterung der Macht auch gespürt.“ Er kannte Anakin gut. Hatte ihm oft beim Training zugesehen, desöfteren mit ihm nach dem Unterricht gesprochen.

Ein fast teuflisches Grinsen huschte über Lord Vaders Züge, als Soran ihm für einen kurzen Augenblick den Rücken zuwandte und im Korridor hinter sich nach Anzeichen für seine Empfindung suchte. Kaum, dass Soran ihn wieder ansah, war das Grinsen verblasst und durch einen ernsten Ausdruck ersetzt.

Soran wollte sein Gegenüber gerade bitten, ihn bei der Suche nach der Ursache der Erschütterung zu helfen, als er sich dessen Gesichtsausdrucks bewusst wurde. Da war keine Beunruhigung in Anakins Blick, kein Mitgefühl. Anakins Augen starrten ihn kalt an, berechnend, und plötzlich schnellte er nach vorn und griff Soran an.

Der Jedi-Meister verstand zunächst die Welt nicht mehr, doch er hatte keine Möglichkeit den Schock zu verarbeiten. Anakins Lichtschwert schnitt durch die Luft und hinterließ nichts weiter als blaue Lichtschweife. Soran kannte Anakins Technik, aber mit solch schnellen Attacken hatte der junge Mann niemals zuvor gekämpft. In seinen Hieben steckte eine ungeheure Aggressivität und er konnte deutlich den Zorn in Anakins Augen sehen. Soran vermochte es kaum den Schwerthieben auszuweichen und wehrte sie stattdessen ab, so gut er konnte. Der Jedi-Meister musste allerdings besorgt zur Kenntnis nehmen, dass er seinem Kontrahenten nicht gewachsen war. Aus dem einstigen Padawan war ein mächtiger Jedi-Ritter geworden. Wieder und wieder schnellte das blaue Lichtschwert Anakins auf Soran zu und er konnte nur jeden einzelnen abwehren und kämpfte dadurch sehr defensiv. Soran kam nicht ein einziges Mal dazu selbst auszuholen.

#

Scarlett ging in ihrem Quartier wie ein eingesperrtes Tier auf und ab. Sie hatte versucht ruhig sitzen zu bleiben, sie hatte versucht zu meditieren, um ihre Gedanken zu fokussieren, doch nichts half. Sie fühlte deutlich, wie etwas Dunkles sich wie ein Schleier über den Tempel legte und es machte sie beinahe wahnsinnig in ihrem Quartier zu sein, während draußen irgendetwas vor sich ging, das sie noch nicht verstand. Warum schloss ihr Meister sie ausgerechnet jetzt aus? Konnte er sie diese Lektion nicht lehren, wenn alles seinen gewohnten Gang ging?

Nach Minuten, die ihr wie eine Ewigkeit vorkamen, fasste sie einen Entschluss. Sie würde nicht länger hier sitzen wie ein kleines Kind und warten, dass ihr Meister zurückkam, um sie zu maßregeln. Sie war längst kein kleines Kind mehr, auch wenn ihr Meister sie nur allzu gerne wie eines behandelte. Sie würde sich ihm beweisen und herausfinden was los war.

Noch bevor Scarlett die Tür zu ihrem Quartier öffnen und auf den Korridor hinaustreten konnte, ging selbige Tür von allein auf. Die Gestalt vor ihr erschreckte sie und ließ sie ein paar Schritte rücklings taumeln. Düstere Augen blickten in ihre, das Gesicht zu einer Maske versteinert. Sie griff nach ihrem Lichtschwert, einem Reflex gleich, doch es war bereits zu spät. Ihr Gegenüber holte mit seinem zum Streich aus, ehe sie sich dessen richtig bewusst wurde.

Geschockt wanderte ihr schmerzerfüllter Blick hinab zu ihrem Unterleib, wo knapp unterhalb ihres Rippenbogens eine tiefe Wunde klaffte. Brennender Schmerz hüllte ihren Geist ein und sie vermochte es nicht, diesen zu akzeptieren und ihn somit abzuschwächen wie man es ihr beigebracht hatte. Ich möchte noch nicht sterben!, war ihr letzter Gedanke, ehe ihre Umgebung schwarz wurde und sie reglos zu Boden sackte.

#

Metall. Sie hatte den bitteren Geschmack von Metall im Mund als sie erwachte. Eine unbeschreibliche Welle brennenden Schmerzes umhüllte wie dichter Nebel ihren Geist und sie brauchte einige Zeit, um wieder ganz das Bewusstsein zurückzuerlangen. Sie versuchte sich auf ihren Gehörsinn zu besinnen und lauschte. Doch das einzige Geräusch, das sie vernahm, war das schwache Schlagen ihres Herzens. Sie lebte!

Nur mühsam gelang es Scarlett die Augen zu öffnen. Sie lag auf dem Boden ihres Quartiers. Die Tür war geschlossen, das Licht gelöscht. Durch das schmale Fenster drang nur wenig Licht herein. Es war Nacht auf Coruscant. Sie fragte sich, was geschehen war, wie sie hierher gekommen war. Sie konnte sich nicht erinnern.

Unter starken Schmerzen, die ihr ein Keuchen entlockten, schaffte Scarlett es irgendwie auf die Beine zu kommen. Sie wusste nicht mehr was geschehen war, aber sie wusste, dass sie die Priesterin Oona in den Hallen der Heilung aufsuchen musste.

Unter starkem Schwindel und Schmerzen, die jenseits von allem waren, was sie jemals zuvor empfunden hatte, schleppte sich Scarlett durch den Korridor bis sie die Treppen erreichte.

Absolute Stille war ihr einziger Begleiter und sie fragte sich, wo alle waren. Warum begegnete ihr niemand auf ihrem Weg? Die Stille hinterließ ein beklemmendes Gefühl und sie wagte kaum weiter darüber nachzudenken, weshalb sie niemanden spürte und warum sie keiner einzigen Seele begegnete.

Sie wollte um Hilfe rufen. Darum bitten, dass ihr jemand half die Hallen der Heilung zu erreichen. Aber Scarlett wusste instinktiv, dass ein Ruf um Hilfe der letzte Laut wäre, den sie von sich geben würde. Ihre Verletzung war Beweis dafür, dass etwas Schreckliches geschehen war und sie sich nur nicht mehr daran erinnern konnte.

Unten in der Eingangshalle sah sie dann die ersten Körper und schwankte zurück in die Schatten des Korridors, aus dem sie eben gekommen war. Klonkrieger eilten durch den Eingangsbereich und stupsten hier und da auf dem Boden liegende Jedi mit den Stiefelspitzen an. Die gesamte Halle war übersät von Körpern, die sich nicht rührten! Scarlett starrte ungläubig auf die Szene, die sich ihr darbot und vergaß für einige Momente den eigenen Schmerz. Die Jedi waren allesamt tot!

War es möglich, dass die Klonkrieger sich gegen die Jedi gestellt hatten? Wenn ja, wie war es dazu gekommen? Ihre innere Stimme riet Scarlett jedenfalls, dass sie keinesfalls die Stufen hinab und zu den Klonkriegern gehen sollte. Die Dunkle Macht war stark hier im Tempel und sie musste annehmen, dass die Klonkrieger nicht allein hier waren. Dann tauchte unweigerlich das vertraute Gesicht ihres Meisters vor ihrem geistigen Auge auf und sie fragte sich, wo er wohl war? Für einen Moment war spielte sie mit der Idee ihn zu suchen, doch die Schmerzen in ihrem Unterleib erinnerten sie daran, dass sie den Tempel verlassen musste. Soran war ein Meister, ein sehr guter Schwertkämpfer. Sie war sich sicher, dass es ihm gut ginge. Sie würde mit Verstärkung zurückkommen, um ihn zu suchen.

#

Der Treppenaufgang war keine Option mehr. Ohne den Blick von den Klonkriegern abzuwenden, die so geflissentlich die Leichen in der Haupthalle zusammentrugen, ging Scarlett rückwärts bis sie den Turbolift erreichte. Sie aktivierte den Turbolift und wartete wie benommen darauf, dass die Liftkabine ihre Etage erreichte. Als die Tür des Lifts automatisch aufglitt, musste Scarlett all ihre verbliebene Beherrschung aufbringen, um einen Schrei zu unterdrücken. Sie presste ihre beiden Hände über ihren Mund, um sich selbst zur Ruhe zu zwingen.

Auf dem Boden der Liftkabine lagen zwei Jünglinge, die Geschwister Seema und Toral. Sie waren tot. Ihre kleinen Körper lagen zusammengekrümmt in einer der hinteren Ecken der Kabine. Sie hatten in Furcht die Arme umeinander geschlungen und versucht sich gegenseitig zu schützen. Vergebens.

Mechanisch trat Scarlett einen Schritt vor, hinein in die Kabine und die Tür schloss sich wieder. Sie sank hinab auf die Knie und betrachtete durch einen Tränenschleier die leblosen Körper der kaum sechs Jahre alten Geschwister. Die Wunden sahen wie ihre eigene aus. Wie Verletzungen, die ein Lichtschwert zurück ließ. Klonkrieger jedoch trugen keine Lichtschwerter, sondern Blastergewehre und Pistolen. Waren die Klonkrieger von dunklen Jedis übernommen worden? Von den Sith?

Behutsam strich sie den Kindern über die Köpfe, schloss für einen Moment andächtig die Augen und wischte sich dann die Tränen fort.

Der Lift brachte sie hinab zu den Hallen der Heilung, wo sie noch mehr Leichen fand. Es schien, als habe niemand im Tempel überlebt. Sie hatte immer gedacht, dass eine gewisse Abstumpfung eintreten würde, wenn sie nur genug Leichen gesehen hätte, doch so war es nicht. Jeder weitere tote Körper hinterließ einen Stich in ihrem Herzen. Der Anblick schien sich für immer auf ihrer Netzhaut einzubrennen und trieb ihr nur noch mehr Tränen in die Augen. Sie schnappte nach Luft.

Die Priesterin Oona hatte sich schützend über einige Jünglinge gebeugt, konnte jedoch weder die Kinder noch sich selbst vor dem Tod bewahren. Mit nur einem flüchtigen Blick zählte Scarlett sieben Leichen, sechs davon Kinder. Und plötzlich war es einfach zu viel. Sie sank neben der Priesterin in die Knie, von der sie sich selbst medizinische Versorgung erhofft hatte. Eine beinahe endlose Hoffnungslosigkeit breitete sich in ihr aus, umarmte den Schmerz ihres Körpers und den ihrer Seele und brach dann mit einem Mal aus ihr heraus.

#

Scarlett hatte nicht viel Erfahrung mit Erster Hilfe, doch sie besann sich darauf, was Oona ihr und vielen anderen Padawanen vor einigen Monaten beigebracht hatte. Oona… Traurig wich ihr Blick hinunter zu der Priesterin, deren langes blondes Haar ihr wirr ins Gesicht fiel. Sie war eine so gütige Frau gewesen. Scarlett war oft und gerne zu ihr gegangen, mit diversen Vorwänden, nur um in ihrer Gegenwart zu sein und die Ruhe aufzusaugen wie ein ausgetrockneter Schwamm. An Ruhe hatte es Scarlett oft gemangelt. Sie glaubte manchmal mehr als andere Jedi Schüler in ihrem Alter unter dem Erwachsenwerden zu leiden. Und wann immer sie ein Anliegen hatte, egal welcher Natur, fand sie Rat und Trost bei der Priesterin Oona.

Nach einem Augenblick wischte sie die Erinnerungen fort und besann sich wieder des Moments. Sie musste sich verbinden und schnellst möglich ein Med-Center aufsuchen, um eine richtige Behandlung zu erhalten. Hastig packte sie noch einige Medikamente ein, nahm Oonas Comlink an sich und kniete sich neben die Jedi-Priesterin. Liebevoll strich sie der Toten das Haar aus dem Gesicht. „Lebt wohl, meine Freundin.“

Die Medikamente und den Comlink schob Scarlett in die kleinen Taschen an ihrem Gürtel, dann richtete sie sich wieder vollständig auf und ließ die Hallen der Heilung hinter sich. Die Lüftungsschächte boten die einzige Möglichkeit für sie unbemerkt aus dem Tempel zu fliehen. Sie würde acht geben müssen, dass man sie nicht entdeckte. Andernfalls wäre es ihr sicherer Tot.


Fortsetzung folgt…


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